which pen did you use? - die Frage nach D E M Stift

Fast täglich bekomme ich die Frage gestellt, welchen Stift ich denn für dieses oder jenes verwendet habe oder welchen Brush Pen ich für Anfänger empfehlen kann.  
Diese Fragen beantworte ich natürlich gerne - ABER - nur, weil ICH mit einem Brush Pen ein gutes Ergebnis bekommen habe, heißt das noch nicht, dass das bei dir auch so funktioniert. Das soll jetzt natürlich nicht bedeuten, dass ich so gut bin und du das sowieso nicht so schaffen kannst - um Gottes Willen, nein, das bedeutet nur, dass nicht jeder Stift für jede Hand geeignet ist.
Mit einem anderen Stift der mir nicht so liegt, hätte ich wahrscheinlich auch ein kein tolles Ergebnis erzielt. Wenn man sich schon längere Zeit mit Brush Lettering beschäftigt hat und fleißig geübt hat, wird man mit fast jedem Stift ein einigermaßen gutes Ergebnis erzielen. Wenn man jedoch noch am Anfang steht, macht es einen großen Unterschied welchen Brush Pen man in der Hand hat. Und welcher DER richtige Stift für dich ist, kann ich pauschal nicht beantworten. Aus meiner Erfahrung durch die Workshops kann ich einige Brush Pens empfehlen, mit denen Anfänger die besten Ergebnisse erzielen, aber auch das muss auf dich nicht zutreffen. Deshalb habe ich bei meinen Workshops auch immer alle meine Stifte mit, um die TeilnehmerInnen testen zu lassen, damit sie „ihren“ Stift finden. Wenn du gerade erst mit Brush Lettering begonnen hast und einen Stift gefunden hast, mit dem du ein gutes Gefühl hast, dann übe so lange mit diesem Stift, bis du einen wirklich sicheren Umgang damit gefunden hast. Später kannst du immer noch zu anderen Marken wechseln, wenn du willst. 
Auch ich habe Brush Pens mit denen ich gerne arbeite, zu denen ich immer wieder greife, und dann gibt es welche die ich gekauft, getestet und in der Lade liegen gelassen habe. Für mich macht es auch einen Unterschied, was ich schreiben möchte. Oft habe ich schon ein Bild vor Augen und dann überlege ich mir mit welchem Material ich zu dem Ergebnis komme. Natürlich muss man auch bedenken, dass viele Brush Pens sehr senisbel sind und nicht auf jedem Papier verwendet werden dürfen. 
Du siehst - es gibt eine Menge zu bedenken ;-)

Um dir ein wenig zu helfen, habe ich hier ein paar Brush Pens aufgelistet mit denen ich gerne arbeite und, die ich immer wieder gerne empfehle! Diese Aufzählung ist keinesfalls vollständig, es gibt noch so unglaublich viele andere Marken, Stifte, Pinsel und Möglichkeiten zu lettern, sei es jetzt ein Pinsel, Fineliner, normale Filzstifte, Federn oder oder oder - der Markt ist riesig. Deshalb beschränke ich mich jetzt auf eine kleine Übersicht an Brush Pens mit denen ich gerne lettere:

 

Tombow Fudenosuke Soft Tip *

Mein Lieblingsstift. Mit diesem Brush Pen kann man eigentlich nichts falsch machen. Ich finde ihn super für Anfänger weil er viel verzeiht und fast unkaputtbar ist ;-) Die Nylonspitze braucht kein spezielles Papier und hält wirklich viel aus. Am Anfang ist es etwas ungewohnt viel Druck zu geben, da die Spitze sehr an einen Fineliner erinnert, aber keine Angst, der Brush Pen hält das aus, ihr könnt und sollt hier ordentlich Druck geben! Einen kleinen „Nachteil“ gibt es doch - der Stift ist nur in schwarz erhältlich.

 

Pentel touch brush sign pen *
Der Pentel ist dem Tombow Fudenosuke sehr ähnlich. Er hat auch eine Nylonspitze, das heißt man kann auf jedem Papier mit ihm arbeiten. Vorteil - es gibt eine kleine Farbauswahl. 

 

Meiner Meinung nach der Klassiker unter den Brush Pens. Ich liebe die Tombow Brush Pens einfach, die Farbauswahl, die Farbintensität und die Möglichkeiten mit diesen Stiften überzeugen mich einfach immer wieder. Der Tombow hat eine synthetische, flexible Filzstift-Pinselspitze. Leider kann man sie daher nur auf sehr glatt gestrichen Papier verwenden, sonst fransen die Stifte aus und sind zum lettern dann unbrauchbar. Viele Anfänger kommen gerade mit dem schwarzen Tombow nicht ganz so gut zurecht. Ich kann nicht erklären warum das so ist, aber der schwarze Tombow hat eine etwas weichere Spitze als seine pastellfarbigen Kollegen. 
Die günstigere Alternative zu den Tombow ABT dual Brush Pens. Im Grunde der gleiche Stift, die Farbauswahl ist nur leider beschränkt auf 24 Töne und man kann sie nicht einzeln kaufen. Anfänger kommen mit den Lyra Brush Pens oft etwas besser zurecht, weil die Spitze um eine Spur härter ist als beim Tombow. 
Diese Stifte liebe ich auch sehr. Die Farben sind so satt, und es gibt immer so einen aquarelligen Effekt. Wunderschön! „Leider“ brauchen sie sehr viel Platz, kleine Letterings schafft man mit diesen Stiften nicht. 
Auch diese Brush Pens haben eine Filzstift-Pinselspitze - daher bitte ganz glattes Papier verwenden.

 

Ich mag eigentlich alle Stifte von Sakura, egal ob Fineliner oder die Koi Brush Pens oder eben diese hier. Die Farben sind wunderschön intensiv. Die Filzstift-Pinselspitze ist sehr flexibel und deshalb nicht ganz so leicht in der Anwendung, am Anfang mochte ich diese Brush Pens nicht ganz so sehr, aber jetzt möchte ich sie nicht mehr missen.
Die Pentel color brush verwende ich immer, wenn ich ein nicht ganz so sauberes, „roughers" Ergebnis möchte. Der Stift hat eine synthetische Pinselspitze, ein richtiger Pinsel also. Auch mit diesem Stift muss man relativ groß schreiben, das Papier ist egal. Anfänger mögen den Stift oft nicht so gerne, aber auch hier gilt - ausprobieren ;-) 

 

Andere Marken die ich auch noch gerne mag sind Farber Castell, Winsor&Newton oder auch Molotow. Die Liste könnte endlos fortgesetzt werden ;-) 
Ich hoffe meine Aufzählung war hilfreich für euch. Hier findet ihr noch einen Blogeintrag zur Grundausstattung fürs Lettern inkl. Tipps für das richtige Papier. 

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