bouncy letters - Letterings lebendiger gestalten

Die letzten Wochen war es etwas ruhiger hier auf dem Blog, ich habe mir eine kleine "kreative Auszeit" gegönnt, aber jetzt geht es frisch gestärkt mit ein paar Tipps und Tricks weiter!

 

 

Seit ungefähr einem Jahr gebe ich jetzt regelmäßig Brush Lettering Workshops und in wirklich jedem einzelnen Workshop kommt die Frage auf, wie man denn etwas wilder schreibt und nicht so brav geradeaus. Ich muss immer wieder schmunzeln, denn früher oder später kommt diese Frage immer... meine Antwort kommt aber meistens nicht so gut an ;-) 

 

Ich bin der Meinung bevor man sich an die bouncy letters wagt, sollte man einigermaßen sicher sein, wenn man auf einer Linie schreibt. Gerade zu Beginn muss man beim Brush Lettering so einiges beachten, Druck geben, Druck nehmen, Buchstaben werden anders geschrieben als bei der "normalen" Handschrift, etwas schräg sollte es auch noch sein - tja, das ist schon eine ganze Menge für den Anfang. Wenn man dann auch noch darüber nachdenkt, wie man die Buchstaben tanzen lassen kann, wird es endgültig fordernd. Deshalb gilt hier - Step by Step zum nächsten Level arbeiten, üben üben üben, ausprobieren und mutig sein. 

 

Wenn du jetzt schon etwas sicherer bist beim Lettern, habe ich hier eine kleine Anleitung für dich, worauf du achten musst damit deine Letterings lebendig werden! 

Vielleicht noch eine kleine Anmerkung - nicht zu jedem Spruch passt ein "wildes" Schriftbild, ich überlege mir vorher deshalb immer was zu den Wörtern passt, die ich schreibe. Aber auch hier gilt - ausprobieren und vor allem Spass haben! 

 

Am Anfang ist es durchaus sinnvoll sich Hilfslinien zu zeichnen. Ich bin sowieso ein Fan vom Bleistift und arbeite selten ohne. 

 

Also - Du ziehst dir einfach eine Grundlinie, die Baseline. Sie ist quasi der Ankerpunkt für alle deine Buchstaben, zu ihr sollten alle Buchstaben eine Verbindung haben. Wenn es dir hilft, kannst du gerne auch noch nach oben und unten Begrenzungslinien zeichnen um die Größenverhältnisse einigermaßen zu wahren. 

 

 

 

 

 

 

Auf diesem Bild siehst du gut wie ich innerhalb der Begrenzungslinien bleibe, ganz klassisch. 

 

 

Hier siehst du, wie ich mit einigen Buchstaben gespielt habe, sie brechen nach oben und unten aus, haben aber alle einen Bezug zur Grundlinie. Wenn dieser Kontakt zur Baseline verloren geht, wird das Lettering schwer lesbar und sieht etwas verloren aus. 

Am nächsten Bild siehst du sehr gut was passiert, wenn man übertreibt und die Buchstaben wild in alle Richtungen zieht.

Du musst dir auch überlegen, mit welchen Buchstaben du spielen kannst. Nicht jeden Buchstaben kannst du "ausbrechen" lassen oder mit der Größe spielen. Ein kleines "e" wird, wenn es übertrieben groß geschrieben wird zu einem kleinen "l", das kann auch mit einem "i" passieren. 

Auf den nächsten Bildern siehst du mit welchen Buchstaben du gut arbeiten kannst, das heißt, welche sich anbieten ein wenig wilder zu schreiben. 

Ich hoffe, dass diese Anleitung hilfreich für dich war. Wenn du Fragen dazu hast, kannst du dich jederzeit bei mir melden oder auch gerne einen meiner Workshops für Fortgeschrittene besuchen! 

* diesen Blogbeitrag und noch viele andere Beiträge zum Thema Hand Lettering findet ihr bei OTTOinSITE