Brush Lettering - Wie fange ich eigentlich damit an?

Letzte Woche habe ich euch in diesem Beitrag die Grundausstattung, die man als absoluter Anfänger zum Lettern benötigt, vorgestellt. Im heutigen Blogpost wird es gleich mal praktisch - also schnappt euch Stift und Papier und los geht's! 

 

Gerade am Anfang möchte man am liebsten sofort loslegen und wunderschöne Sprüche schreiben - die Motivation ist riesengroß und man kann es kaum erwarten seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Leider muss ich dich ein klein wenig bremsen. Ohne die Basics, ein paar Aufwärmübungen und Drills wirst du bald die Stifte frustriert in die Ecke schmeißen. Glaub mir - been there, done that. 

Ich mache immer noch regelmäßig ein paar Übungen, gerade wenn ich neu gekaufte Stifte verwende.

Diese Drills helfen dir einfach ein gutes Gefühl für den Stift zu bekommen, wann du Druck geben musst, Druck nehmen, wie der Stift auf bestimmte Bewegungen reagiert. Zu guter Letzt wird dein Handgelenk noch aufgewärmt und du bist fit für deine erste Übungseinheit ;) 

 

Hier ein paar Basics zu Beginn: 

  • Wichtig - die richtige Stifthaltung. Der Stift sollte gut in deiner Hand liegen und nicht zu steil gehalten werden. Wenn du ihn sehr steil hältst knickt dir die Spitze bei den Übergängen von dünn auf dick um und das mögen die sensiblen Brush Pens nicht so gerne.
  • Regeln gibt es beim Brush Lettering eigentlich kaum, nur diese eine - Aufstriche (Upstrokes) sind dünn, werden also ohne Druck gezogen, Abstriche (Downstrokes) sind dick, es wird viel Druck ausgeübt. 
  • Tipp - umso öfter du die Drills übst und umso exakter sie werden, desto sauberer und gleichmäßiger wird dein Schriftbild. Übung macht den Meister! 
  • nicht verzagen! Auch wenn es am Anfang schwierig ist den Übergang von dünn zu dick zu meistern und wenn deine Up- und Downstrokes noch sehr ähnlich aussehen und man kaum einen Unterschied erkennt - bitte verzweifle nicht daran! Das ist ganz normal, mir ging es am Anfang auch so. Nicht aufgeben und einfach machen! Jeden Tag den Stift in die Hand nehmen und üben, üben, üben. Du wirst dann sehr schnell Erfolge feststellen. 
  • Tempo - finde dein eigenes Tempo, du solltest die Schwünge nicht zu langsam ziehen, dann werden sie zittrig, bist du zu schnell, können sie unsauber werden und du kannst den Druck nicht mehr so gut kontrollieren.  

 

 

 

1. Aufstrich (Upstroke)

wie schon gesagt, der Upstroke sollte immer dünn sein, das heißt der Stift wird ohne viel Druck von unten nach oben über das Papier gezogen. 

 

 

2. Abstrich (Downstroke)

Alle dicken Striche (Downstrokes) werden mit viel Druck von oben nach unten gezogen. Nicht erschrecken - der Stift kann quietschen, das darf er ;-) 

Hab auch keine Angst davor wirklich Druck zu geben, der Stift hält es aus! Achte nur immer darauf dass der Stift gut in der Hand l i e g t und nicht zu steil steht! 

 

 

 

 

 

 

3. Drills 

Hier siehst du ein paar Aufwärmübungen, die ich heute noch regelmäßig mache. Wer rastet der rostet ;-)

Wenn du diese Übungen jeden Tag machst, wirst du wirklich bald große Erfolge feststellen können! 

Ein kleines Video habe ich auch noch gemacht, ganz nah an der Spitze vom Brush Pen, damit man die Bewegungen gut erkennen kann. 

 

 

 

Zur Motivation noch ein Vergleichsbild. Das linke war eines meiner aller ersten Letterings - und ich war so stolz   :-D 

Also, nicht aufgeben und üben, üben, üben! 

Viel Spass beim Üben und bis bald!